SUICIDE SILENCE ERFINDEN SICH NEU UND SCHICKEN UNS AUF EINE ZEITREISE

Suicide Silence - Suicide Silence

Suicide Silence melden sich mit ihrem neuen Album SUICIDE SILENCE zurück und machen sich auf zu neuen Ufern. Angesichts der musikalischen Richtung, die die Band auf dem Self-Titled Longplayer einschlägt, ist die Namensgebung des Albums ziemlich selbstbewusst – aber alles zu seiner Zeit:

Mit „Doris“ beginnt also das selbstbetitelte Album, das laut Frontmann Eddie Hermida irgendwie auch Mitch Lucker ehren soll, da dieser vor seinem tödlichen Motorrad Unfall versucht hat, Clean-Gesang zu erlernen. Die Scream Parts in „Doris“ sind sehr energetisch, die Hook erinnert an KoRn und auch der Break ist extrem an den Nu-Metal Pionieren der 90er Jahre angelehnt. Das Lied ist stellenweise nicht ganz greifbar, aber dank des catchy Refrains sehr eingängig.

Und auch auf „Silence“ präsentiert Eddie prompt zu Beginn seine neuen Gesangskünste – die Band demonstriert hiermit einen ganz klaren Schritt weg vom Deathcore hin zu Nu-/Alt-Metal, wie man ihn aus den 90ern oder auch 00er Jahren kennt. Auch, wenn das Nu-Metal Thema schon ziemlich ausgereizt wurde, schafft es die Band erfrischend zu klingen – wahrscheinlich liegt es an ihren Ursprüngen im Deathcore.

Frontmann Eddie vermittelt jedenfalls eine gewisse Leichtigkeit mit seinen Vocals, die schon fast grungy anmuten. Musikalisch ist „Silence“ insgesamt sehr nuancenreich und endet auf einen Canon, der einen angenehmen Abschluss für den zweiten Titel der Scheibe bildet.

Das mittig angesiedelte „Hold Me Up, Hold Me Down“ strotzt emotional nur vor Verwirrung und Verzweiflung. Die ersten zwei Minuten des Tracks hätten auch zu den frühen Zeiten der Deftones auf deren Debutalbum ADRENALINE in 1995 erschienen sein können. Prinzipiell gefällt mir der Song musikalisch ziemlich gut, da viele unerwartete Parts drin sind. Der harte Breakdown in der Mitte gibt dem Lied noch mal einen ganz anderen Twist und Eddie packt seine tiefsten und bösesten Growls aus – genau das, was die meisten Fans und Musikkritiker auf dem neuen Album vermissen.

Abgesehen davon, dass „Don’t Be Careful You Might Hurt Yourself“ ein guter Ratschlag ist, feuert der Abschlusstrack des relativ kurz geratenen Albums (9 Lieder, wirklich?) zumindest zu Beginn noch mal ordentlich in die Gehörgange aller Deathcore-Liebhaber. In Kombination mit dem charismatischen Refrain bildet „Don’t Be Careful You Might Hurt Yourself“ einen respektablen Abschluss für SUICIDE SILENCE.

Mein Fazit

Ich persönlich bin immer dafür, Bands einen Freiraum zur Entwicklung zu lassen. Die aktuelle Richtung der Jungs von Suicide Silence, im Vocal-, aber auch instrumentellen Bereich, gefällt mir sehr gut und ist für mich eine spannende Weiterentwicklung. Gute Musik lebt vom Experimentieren – wieso sollte man das nicht auch einer Band wie Suicide Silence gönnen? #TeamEddie 🤘

Unterstützt Suicide Silence und holt Euch das neue self-titled Album!

Suicide Silence – Doris

Suicide Silence – Dying in a Red Room

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