THAT’S THE SPIRIT – ODER DAS REVIEW, DAS ICH NICHT SCHREIBEN WOLLTE…

Bring Me The Horizon

04:13 – die Insomnie hat mich dazu getrieben, mitten in der Nacht mein MacBook einzuschalten und in die Tasten zu hauen. Im digitalen Zeitalter gibt es auch zu solchen Uhrzeiten Vieles womit man sich beschäftigen kann, ich habe mich dazu entschlossen, ein Review zu schreiben, das ich eigentlich nicht schreiben wollte.

THAT’S THE SPIRIT heißt die neue Scheibe von Bring Me The Horizon und sie gefällt mir ganz gut – so zu circa 50%. Der Opener „Doomed“ ist mir anfänglich gehörig auf die Nerven gegangen, doch nach mehrmaligem Hören habe ich mich mit dem Track angefreundet. Nun zum Rest: „Happy Song“, „True Friends“, „Throne“… alles ziemlich unterschiedliche Songs, die aber die neue Power von Bring Me The Horizon zur Schau stellen, die nicht nur im Songwriting, sondern auch im Experimentieren mit neuen Sounds liegt.

Nach diesem Auf und Ab an Songs, die schon vorab veröffentlicht wurden und mir ganz gut gefallen, übernehmen „Follow You“, „What You Need“ und „Avalanche“ das Feld. Und ich skippe diese Tracks jedes Mal beim Hören des Albums fröhlich durch, bis mir „Run“ entgegendröhnt. Aber warum? Es sind nicht die digitalen Drums & Claps aus „Follow You“, dieser Kings-Of-Leon Rhythmus in „What You Need“ oder die Keyboard-Wand in „Avalanche“, die mir auf den Sack gehen. Es ist diese Willkürlichkeit – jeder dieser Tracks ist für mich sowas von unindividuell, dass sich das Hören des Albums wie ein Flashback in die Dating-Show NEXT auf MTV (ja, sowas gab’s früher im Free-TV) anfühlt.

Nach dieser Drillings-Willkür-Parade kommen mit „Run“, „Drown“ und „Blasphemy“ drei Tracks, die mir umso besser gefallen. „Run“ wartet dem selben Keyboard-dominierten Sound auf, der mir bei „Follow You“ und „Avalanche“ so überhaupt nicht gefällt. Das Songwriting und die übermittelten Emotionen überraschen mich bei jedem Hören, ich finde den Song einfach unheimlich gut. Und ich frage mich jedes Mal, hätte „Run“ auch auf SEMPITERNAL erschienen sein können? Vielleicht in einer leicht modifizierten Version… die Nostalgie lässt grüßen!

„Bring Me The Horizon - That's The Spirit

Das gute alte „Drown“, das die THAT’S THE SPIRIT Ära eingeleitet hat, ist schön zum Mitsingen und stellt für mich beim Durchhören des Albums wieder eine willkommene Insel dar. Das darauffolgende „Blasphemy“ arbeitet mit einer interessanten Songstruktur und wirkt leicht groovy – genau das Richtige, um nach dem Up-Tempo Track „Drown“ ein bisschen runter zu kommen. Und dann endet das Album mit „Oh No“, das ich mir nicht ein einziges Mal komplett anhören konnte/wollte whatever…

THAT’S THE SPIRIT ist für mich eine nicht endende Achterbahn, die ihre Höhen und Tiefen hat. Was mir an vielen der neuen Songs nicht gefällt, ist die Bildsprache, die die Jungs aus Sheffield in ihren Lyrics verwenden. Die Zeile „I need a cure for me cause a square doesn’t fit the circle“ aus „Avalanche“ erinnert mich immer an Kinderspielzeug – dieses hier um genau zu sein. Lyrisch war der Vorgänger SEMPITERNAL, meiner Meinung nach, einfach um Längen besser, aber auch dies ist eine Meinung, die nicht viele mit mir teilen werden. Trotzdem bin ich froh, dass Bring Me The Horizon einen großen Schritt gewagt haben und viel positives Feedback zu ihrem Album bekommen haben, die Band hat es mehr als verdient!

 

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