REVIEW: VEIL OF MAYA – MATRIARCH

Veil of Maya MATRIARCH schickt einen auf eine Fantasy-Reise der feinsten Art. Man durchlebt so einige Kopfkinos: Von großen Schlachten, erbitterten Kämpfen, Hoffnungslosigkeit und Hoffnungsschimmer. Das Album Artwork lässt bereits auf fantastische Welten vermuten. Aber ganz von vorne: Am Anfang etwas holprig, setzt sich MATRIARCH nach mehrmaligem Hören sehr im Gehörgang fest und eröffnet einem beeindruckende Soundwelten. Die Hoffnung auf den Nachfolger von ECLIPSE war groß, MATRIARCH überzeugt auf voller Länge.

Veil of Maya - Matriarch

Der verstärkte Einsatz von Electro Synths (z.B. bei Ellie, Lucy und Phoenix) erinnert stellenweise an Asking Alexandria. Bei Veil of Maya wirkt diese Komponente allerdings authentischer als es bei den Briten der Fall ist. „As I stare into a hole made up of dismay, they now face me gazing blankly into my eyes“ singt Lukas Magyar im Track „Ellie“ verzweifelt. Klingt irgendwie nach Zombie-Epidemie? Richtig! Der Song-Titel scheint an der Figur Ellie aus dem post-apokalyptischen Zombiegame „The Last Of Us“ angelehnt zu sein. Mehr dazu findet ihr im unteren Teil dieses Reviews!

Der Befreiungsschrei „But I am alive“ trägt den Song sogar auf ungeahnte emotionale Höhen. Einer der Ohrwurm-Tracks des Albums ist „Mikasa“, der eine Premiere in der bisherigen Bandhistorie darstellt. Der Song ist nämlich die erste Single der Bandgeschichte, in der Clean-Vocals verwendet werden. Die Clean-Vocals von Neu-Frontmann Lukas Magyar erinnern irgendwie an Alesana (die zu Zeiten des Emocore ganz groß waren). Veil of Maya finden vor allem bei „Mikasa“ einen Mittelweg zwischen knüppelhartem Deathcore und bezaubernden mitreißenden Clean-Vocals. Bitte mehr davon!

„Aeris“ versprüht in der Hook eine epische Stimmung wie sie 30 Seconds To Mars ebenfalls hervorragend beherrschen. Epische Stimmung im Deathcore?! Veil of Maya machens mit feinfühligen Clean-Vocals und tollen Songstrukturen möglich! Phoenix war der erste veröffentliche Track von MATRIARCH und hat mich von Anfang an überzeugt. Krasse Tempowechsel, tiefe Growls gepaart mit feindosierten Synths – einfach fett! Veil of Maya liefern auch hier wieder einen Ohrwurm der feinsten Art ab: „EVIL LINGERS WITHIN EVERYTHING!“ Weitere Favoriten auf dem Album sind „Daenerys“ und „Lisbeth“ und falls euch diese Namen irgendwie verdammt bekannt vorkommen, hält MATRIARCH noch eine Überraschung für euch bereit: Die Titel scheinen nämlich alle auf Charakteren aus Videogames, Comics oder Filmen zu basieren! Ein Rezensent auf iTunes hat darauf hingewiesen, und die Titel entsprechend zugeordnet:

Nyu is from Elfen Lied, Leeloo is from The Fifth Element, Ellie is from The Last of Us(?), Lucy is from the movie Lucy. Mikasa is from Attack On Titan, Aeris is from Final Fantasy, Three-Fifty I’m guessing is from South Park, Phoenix is from X-Men, Matriarch I’m guessing is from the the comic books featuring The Matriarch, Teleute is from DC Comics which is the name for Death, Daenerys is definitely from Game of Thrones, and Lisbeth is from The Girl With the Dragon Tattoo

Neben dieser abgefahrenen Tatsache ist MATRIARCH ein Album, bei dem sich der Kauf definitiv lohnt! Veil of Maya überzeugen mit Vielseitigkeit, behalten aber eine konstante Marschrichtung bei.

Ein tolles Interview mit Gitarrist Marc Okubo gibt’s auf Loudwire. Darin erklärt er die Auswahl der Songtitel auch etwas genauer.

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