REVIEW: MARILYN MANSON – THE PALE EMPEROR

Marilyn Manson - The pale emperor

THE PALE EMPEROR ist wahrscheinlich das Beste Album von Marilyn Manson seit HOLY WOOD. Soundtechnisch ist das Album im Blues-Rock anzusiedeln. In den 40er und 50er Jahren begann in New Orleans die Ära des Blues – Manson hat dort eine Zeit lang  gelebt und nimmt auf der Platte Bezug darauf. Aber fangen wir ganz von vorne an:

„Killing Strangers“ begrüßt den Hörer rhythmisch stampfend und präsentiert Manson’s unbearbeitete rohe Stimme auf dem Silbertablett. Im C-Part lädt die Textstelle „We got guns, we got guns, motherfuckers better run“ zum Mitsingen ein. Insgesamt versprüht „Killing Strangers“ ein sehr grooviges Gefühl und eignet sich hervorragend für die Eröffnung eines neuen Kapitels der Manson-Ära.

Mitreißend atmosphärisch lädt „Third Day Of A Seven Day binge“ zum Abdriften ein. Man steckt sich eine imaginäre Zigarette an und klopft in feinster Südstaaten-Manier den Takt auf ausgewaschenen Cowboy-Jeans mit. Manson’s Summen im Refrain is gefühlvoll und hart zugleich. Textlich haut Manson Passagen wie „Rather be your victim, than to be with you“ raus, die wie eh und je zum Nachdenken anregen.

Bei „The Devil Beneath My Feet“ möchte man vom Bluesrock entfacht wie Mia Wallace und Vince Vega im Meisterwerk PULP FICTION abtanzen. Der Teufel hat hiergegen bestimmt nichts einzuwenden.

Marilyn Manson - The pale emperor

Schleppend bizarr und abgefuckt empfängt einen „Birds Of Hell Awaiting“. Der Track ist einer meiner Favoriten auf dem Album und erinnert stark an Manson’s Musikstil zu Zeiten von HOLY WOOD. Bitte mehr davon!

„Cupid Carries A Gun“ ist der Titeltrack der Serie „Salem“, für die Musikproduzent Tyler Bates mit Manson zusammengearbeitet hat. Die Zusammenarbeit wurde fortgesetzt und führte letztlich zur Kreation von THE PALE EMPEROR. Bates hat bereits für Filme wie „Halloween“, „Sucker Punch“ oder „Guardians Of The Galaxy“ Musik komponiert und produziert. Durch seinen Einfluss wirken die Titel filmisch und atmosphärisch. Manson selbst sagt, das Album könnte auch als Roadmovie verstanden werden.

Mein Fazit: Manson erreicht durch ein puristisch gehaltenes Album neue Höhen und demonstriert Vielfältigkeit durch simple aber eindrucksvolle Soundstrukturen und unbearbeitete Vocals. Das Album hat erstklassiges Soundtrack Potential, was durch die Zusammenarbeit mit Tyler Bates bedingt ist. THE PALE EMPEROR gefällt, und ist ein hervorragendes Album um 2015 als aufregendes Musikjahr zu beginnen.

Die Musikvideos zu „Third Day Of A Seven Day Binge“ und „Deep Six“ könnt ihr euch hier ansehen:

Tracklist

  1. Killing Strangers
  2. Deep Six
  3. Third Day Of A Seven Day Binge
  4. The Mephistopheles Of Los Angeles
  5. Warship My Wreck
  6. Slave Only Dreams To Be King
  7. The Devil Beneath My Feet
  8. Birds Of Hell Awaiting
  9. Cupid Carries A Gun
  10. Odds Of Even

THE PALE EMPEROR ist auf iTunes und auf Amazon erhältlich.

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